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Antifa Repression Solidarität

Solidaritätskundgebung gegen Polizeirepression am 07.06. in Schwandorf

Vor 2 Jahren wurde die #oberpfalzentnazifizieren Demo der Sozialrevolutionären Aktion von einiger Repression überzogen.
Am 07.06. um 13:30 findet die Verhandlung gegen eine Genossin der Sozialrevolutionären Aktion statt.

Anbei der Aufruf der Genoss*innen der SRA:
Solidarität mit unserer Geossin!
Gegen Faschismus und Polizeigewalt. 

Wir laden euch herzlich ein, an der angemeldeten Solikundgebung um 12:00 am Gericht in Schwandorf teilzunehmen und unsere Freundin zu unterstützen.
In Regensburg wird es einen Zugtreffpunkt geben: Am Hauptbahnhof um 10:30.

Unterstützen könnt ihr auch, indem ihr euch mit einer Spende an den Repressionskosten (Anwaltskosten, Verfahrenskosten…) beteiligt. Nutzt hierfür das angegebene Konto unter dem Verwendungszweck „Entnazifizierung“.
Rote Hilfe e.V. OG Regensburg
IBAN: DE23 4306 0967 4007 2383 11
BIC: GENODEM1GLS GLS Bank

Für alle, die nicht dabei waren, hier nochmal eine kleine Zusammenfassung der Geschehnisse:
Vor beinahe zwei Jahren, genauer am 27.07.2019, beteiligten sich etwa 300 Antifaschist*innen an einer Demonstration in Schwandorf in der Oberpfalz. Die Demo mit dem Motto: „Oberpfalz Entnazifizieren – Antifa in die Offensive!”richtete sich gegen die lokale Neonazi Gruppierung „Prollcrew Schwandorf“ (ehemals: Freies Netz Süd, inzwischen:Bollwerk Oberpfalz), die trotz einiger Protestaktionen engagierter Bürger*innen bis zum Zeitpunkt der Demo nahezu ungestört in subkulturellen Bereichen und in örtlichen Sportvereinen agieren konnten. (Mehr dazu findet ihr hier: https://sozialrevolutionaere-aktion.com/2019/03/26/schwandorf-entnazifizieren-demo-29-07-2019/

Nach der Beendigung der bis dahin von Seiten der Antifaschist*innen friedlich verlaufenen Demonstration durch den Versammlungsleiter kam es zu massiven Repressionen. Nur einige Sekunden nach dem Ende der Abschlusskundgebung stürmten mehrere USKler in die Menge, griffen Genoss*innen ohne Vorwarnung mit Pfefferspray und Schlagstöcken an und zogen sie brutal aus der Versammlung. Gerechtfertigt wurde diese massive, unverhältnismäßige Eskalation durch eine angebliche Vermummung eines Demoteilnehmers – vor Beginn der Demonstration. Mehrere Antifaschist*innen wurden vorläufig in Gewahrsam genommen und angezeigt, einige wurden durch Schläge und  Pfefferspray verletzt. Dieses Vorgehen überrascht kaum, nachdem bereits zuvor vereinzelten Prollcrew-Mitglieder, die am Rande der Versammlung anzutreffen waren, ungestört von der Polizei Videoaufnahmen der Demonstrationsteilnehmer*innen anfertigen konnten.

Am 07. Juni steht nun eine der Betroffenen dieser polizeilichen Gewalteskapade vor Gericht. Die damals 21-jährige Genossin soll vor Beginn der Demonstration einen uniformierten USK-Beamten auf den Arm geschlagen haben. Erst Stunden später, nach der Abschlusskundgebung und ohne jegliche Vorankündigung, wurde diese unter brachialer Gewalt aus der Mitte der Demonstrierenden herausgezerrt.

Währenddessen prügelten sich weitere USKler mit Pfefferspray und Schlagstock durch die sich solidarisierenden Genoss*innen. Die dreisten Vorwürfe seitens Polizei und Staatsanwaltschaft  gegen unsere Genossin, die nur von der ungeprüften Übernahme durch die Lokalpresse getoppt wurden, sind nur allzu vorhersehbar gewesen. So ist es kein Wunder, dass zu den Anfangsvorwürfen auch die Paragraphen §113 und §114 hinzugefügt wurden, welche seit der PAG Verschärfung 2018 allzuoft als Waffe gegen Antifaschist*innen benutzt werden.

Treffen tut es eine*n.
Gemeint sind wir alle!